Covid-19:  Aktuelle Arbeitshilfen für Altenpflege

Stand: 12.02.2021

1. Während eines Covid 19-Ausbruchs: Leitfaden Entlastungsrunde am Schichtenende
2. Nach Beginn eines Covid 19-Ausbruchs: Entlastungsgespräch für Leitungskräfte
3. Nach Ende eines Covid 19-Ausbruchs: Abschlussgespräch für Mitarbeiter:innen
4. Helpline PSU akut   

 

Die aktuelle Situation im Gesundheitsbereich ist immer noch sehr angespannt. Deshalb sind Unterstützungsangebote für Mitarbeiter:innen im Gesundheitswesen gerade jetzt wichtig. Trotz und gerade wegen zunehmender Müdigkeit und Erschöpfung der Pflegeteams!


1.
Entlastungsrunde am Schichtende für Altenpflege-Personal
in Hochbelastungsphasen regelmäßig (Covid-19-Pandemie)

Ein Marathon-Lauf braucht (regelmäßige) Verpflegungspausen. Wir haben aktuell einen kleinen Leitfaden für die Covid-19 Situation entwickelt. Er ist gedacht für SbE- bzw. PSNV-ausgebildete Psychosoziale Fachkräfte und wir fügen ihn zur freien Verwendung an:

Klein, aber fein: Leitfaden Entlastungsrunde Altenpflege

Die Entlastungsrunde am Schichtende ist gedacht für die Mitarbeitenden in der Altenpflege, die diese Runde nahtlos an die (Bewohner-)Übergabe anschließen können.

Diese "Entlastungsrunde" wurde von unserer Kollegin Ulrike Radix, Diplom-Theologin, Diakonisse und Krankenhausseelsorgerin im Ategris Krankenhaus Mülheim und Oberhausen initiiert. Die Erfahrungen sind sehr gut. Nach einer gewissen Zeit wurden meist die Runden ausgedünnt (nicht mehr nach jeder Schicht). Eine Abfrage der Gründe hat ergeben, dass die Inhalte des Gesprächs internalisiert worden waren und Entlastung eingetreten war. Der Leitfaden ist auch auf den Altenpflegebereich übertragbar. Das Gute an diesem Leitfaden ist, dass man für die Durchführung dieses kleinen Formats keine PSNV-Ausbildung braucht, die sonst notwendig ist, um nicht zu schaden.

Für Rückmeldungen zu Akzeptanz und "Funktionieren" dieser Maßnahme sind wir dankbar.
Der Leitfaden kann gern weitergegeben werden, unverändert natürlich und nach Möglichkeit an Kolleg:innen, die damit kompetent umgehen können.


2.
Entlastungsgespräch für Leitungskräfte in Pflegeeinrichtungen/ Altenheimen
nach Beginn von Covid-19 Ausbrüchen und anderen Hochbelastungsphasen

Nach wie vor kommt es zu Covid-19-Ausbrüchen in Altenpflege-Einrichtungen. Dies stellt die Mitarbeiter:innen, die ohnehin schon monatelang belastet sind, vor sehr gravierende Herausforderungen. Nach langen Monaten der Belastung und angesichts der Situation in der „zweiten Welle“ im Winter 2021 braucht es für Leitungskräfte kleine Chancen zum Innehalten, wo die aktuellen Anforderungen und Aufgaben sortiert werden können, schwierige Herausforderungen angesprochen werden können, das Belastungsprofil in den Blick kommt und Strategien für einen guten Umgang mit sich selbst erinnert werden sowie konkrete gute, realistische Angebote für die Mitarbeiter:innen aufgelistet werden.

Wir empfehlen für Leitungskräfte in Pflegeeinrichtungen kleine eineinhalbstündige Entlastungsgespräche. Diese sollten von internen oder externen Psychosozialen Fachkräften moderiert werden, die eine PSNV-E-Ausbildung (SbE o.a.) und Feldkenntnisse im Gesundheitswesen haben.

Das Seminar ist geeignet und hat sich bewährt z.B. für Altenpflegeeinrichtungen und Behinderteneinrichtungen.

Wir stellen SbE-ausgebildeten Psychosozialen Fachkräften einen Gesprächsleitfaden zur Verfügung, der von uns entwickelt wurde, der sich bewährt hat.

Bitte schreiben Sie bei Interesse eine Email an This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.



3.
Abschlussgespräch für Mitarbeiter:innen in Pflegeeinrichtungen/ Altenheimen  („Debriefing“)
nach Ende von Covid-19 Ausbrüchen

Die Arbeit in den Alteneinrichtungen bringt die Mitarbeiter:innen in der Covid-19-Zeit an ihre Belastungsgrenzen. Eine besonders starke Herausforderung sind Ausbrüche von Covid-19-Infektionen, die oft mit existentiellen Grenzerfahrungen einhergehen.

Um wieder für die weitere „Routine“ vorbereitet zu sein, ist aller Erfahrung nach bedeutsam, eine so schwierige Phase wie ein Ausbruchsgeschehen zu sortieren, Erfahrungen zu benennen, Reaktionen mitzuteilen und gute Wege der Stressverarbeitung sowie eine Perspektive in den Blick zu nehmen. Wenn sich die akute Hochbelastung gesetzt hat („der Spuk vorbei ist“) und ein, zwei Wochen Zeit waren zum „Runterkommen“ ist ein guter Zeitpunkt, sich in der Gruppe auszutauschen über das Erlebte. Rekonstruktion und Integration heißt das in der Psychotraumatologie.

Wir empfehlen für Mitarbeiter:innen in Pflegeeinrichtungen stressentlastende Abschlussgespräche („Debriefings“) nach solchen akuten Ausbruchlagen. Diese sollten von externen Psychosozialen Fachkräften moderiert werden, die eine PSNV-E-Ausbildung (SbE o.a.) und Feldkenntnisse im Gesundheitswesen haben. Wir stellen hier einen Gesprächsleitfaden zur Verfügung, der von uns entwickelt wurde, der sich bewährt hat und einfach umzusetzen ist.

Das Seminar ist geeignet und hat sich bewährt z.B. für Altenpflegeeinrichtungen und Behinderteneinrichtungen. Es eignet sich sowohl für Gruppen von Leitungskräften als auch Mitarbeiter:innen auf den Stationen/in den Bereichen.
Wir stellen SbE-ausgebildeten Psychosozialen Fachkräften einen Gesprächsleitfaden zur Verfügung, der von uns entwickelt wurde und sich bewährt hat.

Bitte schreiben Sie bei Interesse eine Email an This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

 

4.
Telefonische Helpline für Mitarbeiter:innen im Gesundheitswesen

Für Krankenhauspersonal ist eine telefonische Helpline geschaltet, die von der Organisation PSU akut in München organisiert wird und an der sich SbE-Mitarbeitende beteiligen. Die Helpline berät und unterstützt telefonisch belastete Mitarbeiter:innen und vermittelt wenn nötig auch realpräsente Unterstützungsangebote.

Details hier: https://psu-helpline.de/#kontakt

Ein Informationsblatt ist zur freien Verfügung und kann weiter verteilt werden:
PSU-Information HELPLINE SbE.pdf



 

 

 

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