Gedanken zum Logo


Das im Jahr 2008 eingeführte neue Logo der SbE-Bundesvereinigung ist die überarbeitete Form des Logos von 1996. Es besteht aus dem Schriftzug SbE, einem formalisierten Doppelgesicht und - neu hinzugekommen - einer Schwinge, die Schriftzug und Gesicht von oben umschließt.

 

gedankenzumlogo

 

Insgesamt versucht das Logo Ordnung und Struktur mit einer neuen Beweglichkeit und Flexibilität sowie dem Aspekt des Schutzes und der Sicherheit zu verbinden.

Der Schriftzug „SbE“ symbolisiert mit seinen beiden aufrecht, nicht kursiv geschriebenen ersten beiden Buchstaben mehr die Stabilisierung, Struktur und Ordnung (alles in der Krisenintervention für von Extremereignissen Be-troffene sehr wichtig), mit seinem kursiv und leichter geschriebenen letzten Buchstaben mehr die neu möglich werdende (noch eher vorsichtige) Beweglichkeit und den Blick nach vorn.

Das Doppelgesicht bildet auf schematische Weise die Hälfte eines Gesichtes ab, das von Schwere, Leid, Trauer, Zweifel und Ärger geprägt sein könnte und eine zweite Hälfte, die an Leichtigkeit, Freude, Glück und Wohlbefinden denken lässt. Insofern es ein Gesicht ist und mit seiner Form sogar etwas an das Yin-und-Yang-Symbol der fernöstlichen Weisheit erinnert, zeigt es eine Grundhaltung, mit der die unterschiedlichen Reaktionen, Bewertungen und Gefühlsregungen eines Menschen gleichermaßen geachtet, erlaubt und wertgeschätzt werden. Dass das Gesicht hier in Form eines ruhenden, gleichförmigen, stabilen Quadrats dargestellt ist, weist hin auf die Sehnsucht betroffener Menschen, es möchte in all dem Chaos, das innerlich (und oft auch äußerlich) herrscht, etwas spürbar werden von Festigkeit, Stabilität und gutem „Gegründetsein“.

Die Schwinge, die Schriftzug und Gesicht von oben umschließt, steht für le-bendigen Schutz, Behütetwerden, Geborgensein, Begrenztsein und eine Beheimatung in der Welt.

Die Farbwahl unterstreicht mit dem größeren Blau-Anteil die Bedeutung kognitiver Strukturierung, die Orange-Töne stehen mehr für das Emotionale, das nach belastenden Ereignissen viel mehr noch als in normalen Lebenssituationen durch die gedankliche Verarbeitung und Einordnung begrenzt sein will.

Oliver Gengenbach/Uwe Drews